Gedanken zum Titelbild

Sich beschenken lassen - Gottes Geschenk auspacken

Worum geht es Weihnachten? Um Geschenke! So werden vermutlich die meisten Kinder antworten. Sich Geschenke zu machen, das gehört inzwischen zu Weihnachten fest dazu. In der Stadt und in der Werbung werden uns vielerlei Geschenkmöglichkeiten angepriesen. Wie auf dem Titelfoto, türmen sich Geschenke in den Schaufenstern, Geschäften und Wohnstuben. Im Dezember rückt das Thema Geschenke so in den Vordergrund, wie auf dem Titelbild, und wie kaum sonst im Jahr. Das Denken darüber ist unterschiedlich: Kinder warten sehnsüchtig auf Geschenke. Aber auch Erwachsene freuen sich darauf, Andere zu überraschen. Manch einer bastelt liebevoll Präsente selbst. Doch für Viele ist das Geschenke besorgen zusätzlicher Stress. Andere haben schon alles und finden diese „Schenkerei“ total überflüssig. Wieder andere müssen das Geld zusammen halten und können Gewünschtes nicht kaufen.

Auf dem Titelfoto sieht und weiß man nicht, wer eigentlich hinter dem Geschenketurm steht. Man kann eine Person erahnen, die alles in den Händen hält. Ja, was steht eigentlich hinter der Geschenketradition zu Weihnachten? Auch das tritt leider immer mehr in den Hintergrund.

Ausgedacht hat sich das weihnachtliche „Geschenke machen“ Martin Luther. Zu seiner Zeit brachte der Heilige St. Nikolaus am 6. Dezember die Geschenke. Luther verlegte diese Tradition auf Weihnachten um. Zum einen, weil er bekanntlich von der Heiligenverehrung nicht allzu viel hielt. Zum anderen betonte er damit, dass die Geburt Jesu Christi im Stall zu Bethlehem das allergrößte Geschenk Gottes an uns Menschen ist. Hinter allen weihnachtlichen Geschenken verbirgt sich demnach nicht Luther. Sondern der große Schenker ist Gott, der alles in den Händen hält und der Ihnen und mir seinen Sohn Jesus Christus schenkt und entgegenhält. Luther dachte sich, wenn Kinder ein echtes, fühlbares Geschenk zu Weihnachten bekommen, dann wird ihnen dadurch das Geschenk Gottes sichtbar erinnert. Die Botschaft wird ihnen „be-greifbarer“. Bald darauf brachte das Christkind die Geschenke. Später der Weihnachtsmann. Die Geschenke wuchsen mit den Jahren. Inzwischen gibt es in evangelischen Familien unterschiedliche Traditionen, wer die Geschenke bringt, oder ob sie unter dem Christbaum liegen. Vielleicht denken Sie beim Ein- oder Auspacken der Geschenke an den Ursprung des Schenkens zurück. Denn nicht materielle Geschenke stehen Weihnachten im Vordergrund, sondern der sich schenkende Gott und wir Menschen. Auch Ihnen hält Gott in seinem Sohn ein Geschenk entgegen! Die Einladungen zu Veranstaltungen in diesem Heft helfen dabei das Geschenk Gottes auszupacken: Die Krippenspiele machen es sichtbar und neu erlebbar. Alle Gottesdienste und Andachten laden ein, am Geschenk Gottes zu horchen, es näher zu betasten, daran kräftig zu schütteln und es Stück für Stück für sich auszuwickeln. Schenken Sie sich selbst Zeit und kommen Sie in unsere Kirchen!

 

Lassen Sie sich von Gott beschenken!
Ihre Pfarrerin Konstanze Eymann

Weihnachtseinkäufe
Foto: epd bild (gemeindebrief.de)

Zurück

aus älteren Senfkörnern

Sich beschenken lassen - Gottes Geschenk auspacken

geschrieben am , 2018

Worum geht es Weihnachten? Um Geschenke! So werden vermutlich die meisten Kinder antworten. Sich Geschenke zu machen, das gehört inzwischen zu Weihnachten fest dazu. In der Stadt … weiterlesen

Welchen Weg würde die Liebe gehen?

geschrieben am , 2018

Im Haus meiner Kindheit hing, solange ich denken kann, ein Bild. Darauf zu sehen ist ein kleiner Junge, unterwegs zwischen Wiesen. Vor ihm gabelt sich der Weg. Nach links geht es … weiterlesen

Sommer: Zeit der Erholung

Zeit um neue Kraft zu tanken

geschrieben am , 2018

Es ist Sommer. Der Sommer ist für viele mit Erholung verbunden. Die Kinder haben Ferien, viele fahren in den Urlaub. Die einen finden Erholung in fernen Ländern, andere im eigenen … weiterlesen

Das neue Altarbild der Annenkirche

Von Pfarrer Weirauch vorgestellt

geschrieben am , 2018

Das Titelbild zeigt das neue Altarbild der Annenkirche in Dresden. Es wurde von der renommierten, aus Südafrika stammenden und in Amsterdam lebenden, Künstlerin Marlene Dumas in … weiterlesen

Einen Augenblick innehalten

Blick nach innen

geschrieben am , 2017

Auf dem Titelbild blicken Sie in ein Fenster. Man schaut von außen nach innen. Man blickt hinter die Fassade. Innen strahlt eine Kerze warmes Licht aus. Mir gefällt dieser … weiterlesen

„Hier stehe ich und kann nicht anders. Gott helfe mir, Amen!“

500 JAHRE REFORMATION

geschrieben am , 2017

Wer kennt sie nicht, die Wartburg in Eisenach, die auf dem Titelbild unseres Gemeindeblattes zu sehen ist. Zu Fuß, mit dem Esel oder einem Kleinbus hat sie sicher so mancher erklommen. … weiterlesen

Urlaubszeit - Auszeit

geschrieben am , 2017

Anhalten - Innehalten Wie schön. Sommerzeit. Die Schulferien beginnen. Endlich Urlaub. Friederike schaltet den Computer aus, räumt ihren Schreibtisch auf. Wenn sie heute … weiterlesen

Wiederbegegnung mit der Jahreslosung 2017

geschrieben am , 2017

Was sich im Herzen so ansammelt Huch, da ist sie ja wieder, die Jahreslosung. Sie war schon fast wieder in Vergessenheit geraten. Anfang des Jahres, da hatte ich über sie … weiterlesen

Christus, unsere Hoffnung

Die Christusdarstellung in der Hoffnungskirche

geschrieben am , 2016

Die Adventszeit beginnt. In allen Häusern regt sich adventlich-weihnachtliche Betriebsamkeit: Wohnungen schmücken, Plätzchen backen, Adventsbasteln, Adventsfeiern, Weihnachtsmarkt … weiterlesen

Das „fast“ und das Leben

Gott und Hühnergötter

geschrieben am , 2016

Wenn man im Urlaub auf Rügen ist, kommt man nicht darum herum einmal am Strand Hühner-götter sammeln zu gehen. Hühnergötter, das sind Feuersteine mit einem Loch drin und … weiterlesen

GLEICHNIS VOM UNKRAUT UND WEIZEN

Der Acker des Lebens

geschrieben am , 2016

Ungefähr ein Jahr haben Sie nichts mehr von mir gehört, da ich durch eine Krebserkrankung aus dem Pfarrdienst und meinem normalen Leben gerissen wurde. In diesem Jahr hat die Krebserkrankung … weiterlesen

„Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ (Jesaja 66, 13)

geschrieben am , 2016

„Ihre Kinder wird man auf den Knien schaukeln“, so lautet der Titel des Bildes des Künstlers und Theologen Sieger Köder, das Sie vorn auf der Titelseite dieser „Senfkorn“-Ausgabe … weiterlesen

Wann wird es eigentlich Weihnachten?

geschrieben am , 2015

Lukas und Yusuf gehen in die 4. Klasse. Lukas besucht schon seit der 1. Klasse diese Schule, Yusuf seit sechs Monaten. Vorher ging er in Damaskus, in Syrien zur Schule. Aber das … weiterlesen

Die Kraft der Versöhnung

geschrieben am , 2015

Liebe Gemeindeglieder und Freunde der Kirchgemeinde, man braucht kein Fernglas mehr, um die Orte zu entdecken, an denen Leute einander das Leben schwer machen, ja nehmen. Und je … weiterlesen

Der Frühling macht nicht nur die Natur neu

geschrieben am , 2015

Hiermit halten Sie die erste Ausgabe des neu gestalteten Gemeindeblattes in den Händen. Im letzten halben Jahr hat sich ein fester Redaktionskreis gebildet, der das Gemeindeblatt … weiterlesen