Gedanken zum Titelbild

Wiederbegegnung mit der Jahreslosung 2017

Was sich im Herzen so ansammelt

Huch, da ist sie ja wieder, die Jahreslosung. Sie war schon fast wieder in Vergessenheit geraten. Anfang des Jahres, da hatte ich über sie nachgedacht, aber seither ist ja schon wieder so viel passiert! Abertausende Herzschläge sind vergangen. Ach ja, genau! Mit dem Herzen hatte die Losung für 2017 zu tun. Jahreslosung 2017: „Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ (Ezechiel 36,26)

Die Jahreslosung für 2017 stammt aus dem Buch Ezechiel im Alten Testament, das in der Lutherbibel Hesekiel genannt wird. Ezechiel führt uns 597 Jahre vor Christi Geburt zurück: Zu dieser Zeit wurde Jerusalem erobert und die Oberschicht der Israeliten wurde als Gefangene nach Babylon, dem heutigen Irak, verschleppt. Diese Deportation erfuhr der Prophet Ezechiel am eigenen Leib. Für die Deportierten war es damals eine hoffnungslose und trostlose Zeit. Viele Jahre im Exil vergingen und ließen die Israeliten mit ihrem Schicksal und mit Gott selbst hadern. Ihre Herzen wurden hart und verzagt, ihr Geist immer mutloser. Doch dann prophezeite Ezechiel seinen Leidensgenossen die kommende Wende. Gott selbst wird dafür sorgen, dass etwas völlig Neues beginnt. Gott spricht: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ Gott wird die verzagten Herzen und ihren mutlosen Geist erneuern. Eine Erneuerung von innen heraus.

Hand auf‘s Herz, könnte nicht jeder gelegentlich so eine innerliche Wiederbelebung und Erneuerung gut gebrauchen? So vieles wird uns vom Leben ins Herz geschrieben. Auf dem Herzensgrund sammelt sich allerlei an: Jeder erlebt Herzschmerzen und Herzzerreißendes, aber auch Schönes und Herzlichkeiten. Jeder hat heimliche Herzenswünsche und Menschen, die in seinem Herzen für immer einen Platz einnehmen werden. Was haben Sie im Moment besonders auf dem Herzen? Mir tut es gut zu wissen: Gott kann ich jederzeit mein Herz ausschütten. Gott wird zwar nicht alle Lasten von meinem Herz wegnehmen können, doch bei Gott weiß ich mein Herz in guten Händen. Das tröstet mich und gibt mir Kraft. Ich habe es schon erlebt, dass in einem völlig verzagten Herz neues Vertrauen, neue Hoffnung, neue Liebe, neuer Mut empor wachsen kann. In einem erschöpften Geist können plötzlich wieder neue Ideen, Pläne und frische Gedanken entspringen. Wenn das passiert, bewahrheitet sich für mich die Jahreslosung: „Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“

Das wünsche ich Ihnen: Dass Gottes Geist mitten in Ihr Leben hineinwirkt und Sie innerlich erneuert, wo Sie in Herz und Geist seine Kraft und Wiederbelebung benötigen.

Es grüßt Sie herzlichst – Ihre Pfarrerin Konstanze Eymann

Zurück

aus älteren Senfkörnern

geschrieben am , 2019

Auf dem Titelbild sehen Sie Kiefernbäume. Diese beiden Bäume haben eine Besonderheit: Sie sind ganz dicht nebeneinander gewachsen. Und wenn man genau hinschaut, dann sieht man, …

geschrieben am , 2019

Noch ist Winter. Aber schon werden die Tage länger, und allmählich erwacht neues Leben. Auch für unsere Gemeinde beginnt derzeit viel Neues. Gemeinsam mit unseren Geschwistern …

geschrieben am , 2018

Worum geht es Weihnachten? Um Geschenke! So werden vermutlich die meisten Kinder antworten. Sich Geschenke zu machen, das gehört inzwischen zu Weihnachten fest dazu. In der Stadt …

geschrieben am , 2018

Im Haus meiner Kindheit hing, solange ich denken kann, ein Bild. Darauf zu sehen ist ein kleiner Junge, unterwegs zwischen Wiesen. Vor ihm gabelt sich der Weg. Nach links geht es …

Zeit um neue Kraft zu tanken

geschrieben am , 2018

Es ist Sommer. Der Sommer ist für viele mit Erholung verbunden. Die Kinder haben Ferien, viele fahren in den Urlaub. Die einen finden Erholung in fernen Ländern, andere im eigenen …

Von Pfarrer Weirauch vorgestellt

geschrieben am , 2018

Das Titelbild zeigt das neue Altarbild der Annenkirche in Dresden. Es wurde von der renommierten, aus Südafrika stammenden und in Amsterdam lebenden, Künstlerin Marlene Dumas in …

Blick nach innen

geschrieben am , 2017

Auf dem Titelbild blicken Sie in ein Fenster. Man schaut von außen nach innen. Man blickt hinter die Fassade. Innen strahlt eine Kerze warmes Licht aus. Mir gefällt dieser …

500 JAHRE REFORMATION

geschrieben am , 2017

Wer kennt sie nicht, die Wartburg in Eisenach, die auf dem Titelbild unseres Gemeindeblattes zu sehen ist. Zu Fuß, mit dem Esel oder einem Kleinbus hat sie sicher so mancher erklommen. …

geschrieben am , 2017

Anhalten - Innehalten Wie schön. Sommerzeit. Die Schulferien beginnen. Endlich Urlaub. Friederike schaltet den Computer aus, räumt ihren Schreibtisch auf. Wenn sie heute …

geschrieben am , 2017

Was sich im Herzen so ansammelt Huch, da ist sie ja wieder, die Jahreslosung. Sie war schon fast wieder in Vergessenheit geraten. Anfang des Jahres, da hatte ich über sie …

Die Christusdarstellung in der Hoffnungskirche

geschrieben am , 2016

Die Adventszeit beginnt. In allen Häusern regt sich adventlich-weihnachtliche Betriebsamkeit: Wohnungen schmücken, Plätzchen backen, Adventsbasteln, Adventsfeiern, Weihnachtsmarkt …

Gott und Hühnergötter

geschrieben am , 2016

Wenn man im Urlaub auf Rügen ist, kommt man nicht darum herum einmal am Strand Hühner-götter sammeln zu gehen. Hühnergötter, das sind Feuersteine mit einem Loch drin und …

Der Acker des Lebens

geschrieben am , 2016

Ungefähr ein Jahr haben Sie nichts mehr von mir gehört, da ich durch eine Krebserkrankung aus dem Pfarrdienst und meinem normalen Leben gerissen wurde. In diesem Jahr hat die Krebserkrankung …

geschrieben am , 2016

„Ihre Kinder wird man auf den Knien schaukeln“, so lautet der Titel des Bildes des Künstlers und Theologen Sieger Köder, das Sie vorn auf der Titelseite dieser „Senfkorn“-Ausgabe …

geschrieben am , 2015

Lukas und Yusuf gehen in die 4. Klasse. Lukas besucht schon seit der 1. Klasse diese Schule, Yusuf seit sechs Monaten. Vorher ging er in Damaskus, in Syrien zur Schule. Aber das …

geschrieben am , 2015

Liebe Gemeindeglieder und Freunde der Kirchgemeinde, man braucht kein Fernglas mehr, um die Orte zu entdecken, an denen Leute einander das Leben schwer machen, ja nehmen. Und je …

geschrieben am , 2015

Hiermit halten Sie die erste Ausgabe des neu gestalteten Gemeindeblattes in den Händen. Im letzten halben Jahr hat sich ein fester Redaktionskreis gebildet, der das Gemeindeblatt …