Hoffnungskirche ohne Glockengeläut

Grund ist ein mitternächtlicher Blitzschlag.

Die Glocken der Evangelisch-Lutherischen Hoffnungskirche in Dresden-Löbtau sind verstummt. Seit Mitte August kann nicht mehr geläutet werden. Grund ist ein mitternächtlicher Blitzschlag. Erst am nächsten Morgen wurde das Ausmaß der Schäden deutlich. Am Glockenturm sind das Dach und tragende Balken beschädigt. Auch die Läutetechnik ist zerstört. Ebenso sind andere elektrische und elektronische Geräte in und an der Kirche durch die Überspannung kaputtgegangen. Aufgrund der Schäden und des zu erwartenden organisatorischen wie finanziellen Aufwands ist leider nicht mit einer schnellen Lösung des Problems zu rechnen. Ein Bereich um den Turm am Pfarrgarten und Friedhof muss aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres abgesperrt bleiben.

Der freistehende Turm und die damals noch bronzenen Glocken wurden am 9. Mai 1937 eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg sind 1941 die beiden größeren Glocken zum Einschmelzen abgeholt worden und gingen so leider verloren. 1948 konnte die Hoffnungskirche allerdings zur verblieben Bronzeglocke (Taufglocke) die drei Stahlglocken (Geläut) aus der ausgebrannten Johanneskirche dazu erhalten. Sie waren jedoch schwerer als ihre Vorgänger, weswegen die Tragkonstruktion des Turms und der Glockenantrieb verändert werden mussten. Das Geläut verrichtete bis zuletzt seinen Dienst für die Kirchgemeinde.

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