Neu: "anders wachsen"-Newsletter für die Gemeinde

Jeden Monat ein neuer Schwerpunkt aus den Bereichen alternatives Wirtschaften, Nachhaltigkeit und Postwachstum

Für alle, die noch nicht so genau wissen, was "anders wachsen" eigentlich soll, und für alle, die sich tiefer mit den Themen befassen wollen, gibt es nun einen kleinen Rundbrief zu jeweils einem Schwerpunkt. Zusammen mit dem Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit bereiten wir geistliche Impulse, Tipps und Empfehlungen und Termine vor.

Die aktuelle Ausgabe wird am Anfang des Monats über den "anders wachsen"-Newsletter verschickt und liegt auch in der Hoffnungskirche zum Mitnehmen in Papierform aus.

Newsletter-Anmeldung unter:
www.frieden-hoffnung.de/anders-wachsen

Wer den letzten Newsletter gern erhalten möchte sich aber eben jetzt erst im Verteiler angemeldet hat kann sich bei Juliane Assmann melden.

„anders wachsen“-Newsletter

Januar-Ausgabe

Konsum

  1. „anders wachsen“-Impuls
  2. Thema: Konsum
  3. Tipps und Empfehlungen
  4. Bericht aus dem Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit
  5. Termine

1. „anders wachsen“-Impuls

Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen werdet, noch um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?Schaut auf die Vögel des Himmels: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in Scheunen - euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht mehr wert als sie? Wer von euch vermag durch Sorgen seiner Lebenszeit auch nur eine Elle hinzuzufügen? Sorgt euch also nicht und sagt nicht: Was werden wir essen? Oder: Was werden wir trinken? Oder: Was werden wir anziehen? Euer himmlischer Vater weiß nämlich, dass ihr das alles braucht. Trachtet vielmehr zuerst nach seinem Reich und seiner Gerechtigkeit, dann wird euch das alles dazugegeben werden.
Mt 6, 25-27.31-33

„Sorgt euch also nicht“ – für viele in diesem Jahr leichter gesagt als getan, wo der Geldmangel, drohender Jobverlust durch Corona Existenzen und Familien bedroht.

„Trachtet vielmehr zuerst nach seinem Reich und seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles dazugegeben werden.“ Kann es sein, dass Gottes Gerechtigkeit, dass das Reich Gottes eine
Gesellschaftsordnung vorsieht, in der wir uns die pure Existenz nicht mehr verdienen müssen? In der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, also gutes Essen, gute Kleidung und kulturelle Angebote offen für alle zur Verfügung stehen?

Welche Weichen müssten wir stellen, um so eine Gesellschaft zu erreichen?

2. Thema: Konsum

Wir befinden uns im Advent, also der Vorweihnachtszeit. Der Zeit, in der sogar Arbeitgeber:innen uns Geld zahlen, um die zusätzlichen Kosten von Weihnachtsgeschenken und den Vorbereitungen für die große Familienfeier zu decken. Bzw. den Konsum anzukurbeln.

Aber die Kosten für unseren Weihnachtskonsum (und den über das Jahr hinweg) gehen über die finanziellen hinaus: Wenn man die Wertschöpfungskette eines Produkts entlang geht, kommen die Kosten der Ressourcen dazu, Arbeitszeit und Leistung, und schließlich die Entsorgung. Wir haben nur begrenzte Ressourcen auf der Erde, die Arbeitsbedingungen auf den globalen Märkten missachten oft die Menschenrechte, und die Verpackungen müssen auch irgendwo bleiben. Durch die ständige Verfügbarkeit von allem verlieren wir den Bezug zum eigentlichen Wert von Produkten: wer selbst einmal einen Pullover versucht hat zu stricken, weiß, wie teuer die einzelnen Knäuel Wolle von guter Qualität sind, wie viel Zeit in so einem Pulli steckt und wie viel Mühe.

Deswegen wollen wir mit dieser ersten Ausgabe des „anders wachsen“-Newsletters Anregungen geben, wie die Weihnachtszeit auch mit weniger Konsum feierlich wird.

3. Tipps und Empfehlungen

  • Der Adventskalender aus Dresden zum Mitmachen:
    Hier haben sich verschiedene Projekte der Zukunftsstadt Dresden zusammengetan, um einen virtuellen Adventskalender anzufertigen. Ab dem 02.12. zeigen „Essbarer Stadtteil Plauen„, „Materialvermittlung“, „Schullebensraum“, „Zur Tonne“ und die „Woche des guten Lebens“ den ganzen Advent über, 24 Tage lang, dass etwas Weniger eigentlich viel Mehr sein kann.
  • Zeit statt Zeug. Man muss aber auch gar nichts Materielles verschenken; hier gibt es wunderschöne Tipps und Tricks, was sich noch zu verschenken lohnt: ein gemeinsamere
    Waldspaziergang, ein gemeinsamer Kochabend, Fotos gucken, wandern gehen oder jemandem beibringen das Fahrrad zu reparieren. Es gibt so viel, was wir miteinander teilen können – und Zeit ist dadurch, das wir sie nicht mit Geld kaufen können, eines der wertvollsten Dinge, die wir besitzen.
  • Spenden schenken. Für alle, die eigentlich alles haben, was sie brauchen. Statt ein Geschenk zu kaufen, spendest du im Vorfeld an eine Organisation oder für ein Anliegen, das der beschenkten Person wichtig ist. Der Beleg und das gute Gewissen kann dann zur Bescherung überreicht werden!
  • Fair und nachhaltig schenken
  • Weihnachtsgeschenke selber machen statt kaufen
  • Außerdem gibt es zahlreiche Tipps zu:
    Geschenkverpackungen, einem nachhaltigen Weihnachtsbaum, Bio-Kerzen und dem Weihnachtsessen, und wie man Weihnachten generell nachhaltig feiern kann.

Tipps aus den Mediatheken:

4. Bericht aus dem Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit

Gottesdienst zur Friedensdekade „Umkehr zum Frieden“ – Am 8.11., zu Beginn der diesjährigen Friedensdekade, hat der AK Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit einen Gottesdienst zum Thema

Auszug aus Petropolis gestaltet:
Was hat der Auszug der Juden aus Ägypten mit uns heute zu tun? Der Verzicht und Ausstieg aus der Kohleverstromung zeigt deutliche Parallelen. Beides ist sehr anstrengend. Beides dauert nicht nur wenige Monate. Aber am Ende mündet beides in ein besseres Leben.

5. Termine

Petition für einen bundesweiten Bürgerrat Klimapolitik bis zum 17.12.
6 gute Gründe für einen Bürger:innenrat und weitere Hintergrundinfos findest du hier:
petition.klima-mitbestimmung.jetzt/

Und hier kannst du direkt unterzeichnen!
epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2020/_09/_16/Petition_116046

Das Thema des Newsletters im Januar wird Digitalisierung sein.

Wenn du dazu Tipps, Hinweise und Anregungen hast, schreib mir gerne eine Email:

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