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Neues von den Bauprojekten

Viele Baustellen, langsame Fortschritte

Immer wieder werden in den Gottesdiensten Kollekten für Baumaßnahmen in unserer Gemeinde gesammelt: mal für die Friedenskirche, mal für die Instandsetzung der Räume im Obergeschoss der Hoffnungskirche und mal für neue Fahrradbügel. Es ist nicht einfach, bei all den Bauvorhaben den Überblick zu behalten, und einige fragen sich bestimmt, wie der Stand der Dinge ist. Hoffnungskirche: Innenräume Vor drei Jahren hat der Kirchenvorstand beschlossen, verschiedene Räume im Erdgeschoss (Kleiner Saal, Kanzlei, Küche und Flur) und im Obergeschoss (Chorzimmer, Christenlehrezimmer, Appartement und Flur) sowie das Treppenhaus instand setzen zu lassen. Das war dringend nötig, weil zum Beispiel die Elektroinstalla tionen noch aus den 1930er Jahren stammten. Auch die Fußböden und andere Ausstattungselemente mussten erneuert werden. Die gesamten Baukosten (ohne Möbel, Vorhänge und dergleichen) belaufen sich auf mehr als 200.000 Euro und werden nach derzeitigem Stand mit 150.000 Euro von der Landeskirche gefördert. Die Maßnahmen im Erdgeschoss konnten inzwischen weitgehend abgeschlossen werden. Hier stehen lediglich noch kleine Restarbeiten aus. Für das Obergeschoss hat der Kirchenvorstand ein Gestaltungskonzept beschlossen, das der Innenarchitekt Sandro Neubert erarbeitet hat. Ziel ist es, helle und farbenfrohe Räume zu schaffen, die vielfältig nutzbar sind. Dazu sollen auch Fenster und Fußböden ausgetauscht werden. Der Beginn der Bauarbeiten ver MITTEILUNGEN zögert sich allerdings, weil noch der Brandschutz und andere technische Fragen geklärt werden müssen. Hoffnungskirche: Glockenturm Dieses Thema bewegt die Gemüter, weil über Monate hinweg nur eine der vier Glocken geläutet werden durfte. Seit im August 2017 ein Blitzeinschlag die Elektrik zerstört hat, ist das Geläut komplett verstummt. Der Glockenturm wurde 1938 bereits unter den Vorzeichen der Kriegs- und Mangelwirtschaft erbaut und mit vier Bronzeglocken bestückt. Während des Krieges wurden die drei größten Glocken beschlagnahmt und eingeschmolzen. In der Nachkriegszeit wurden drei Stahlglocken aus einer anderen Dresdner Kirche hergebracht, die klanglich nicht zur Bronzeglocke passen. Im Laufe der Zeit sind große Bereiche des Turms, der als Teil des Gebäude-Ensembles der Hoffnungskirche unter Denkmalschutz steht, baufällig geworden. Das Regionalkirchenamt hat daher gemeinsam mit einem Statikbüro ein Sanierungskonzept erarbeitet. Demnach sollen das Dach und der obere Teil der Au ßenwände abgetragen und neu errichtet werden. Die Glockenjoche sowie der Glockenstuhl, in dem die Glocken hängen, sollen erneuert werden. Außerdem soll geprüft werden, ob es unter klang- lichen Gesichts- punkten sinnvoll ist, die Bronzeglocke abzugeben und durch eine vierte Stahlglocke zu ersetzen, die wir kostenlos von einer anderen Gemeinde übernehmen könnten. Der kirchliche Bauantrag wurde bereits genehmigt. Derzeit warten wir auf den Bescheid der Denkmalschutzbehörde. Einstweilen sollen jedoch schon die Bauteile entfernt werden, die beim Blitzeinschlag stark beschädigt wurden und herunterfallen könnten, damit der Pfarrgarten wieder betreten werden darf. Obwohl die Landeskirche einen großen Teil der Sanierungsmaßnahmen übernehmen wird, müssen wir als Gemeinde noch dringend Spenden sammeln, damit uns unsere Glocken bald wieder zum Gottesdienst und zum Gebet rufen können. Hoffnungskirche: Vorplatz Der Platz soll wieder stärker als Eingangsbereich zur Geltung gebracht MITTEILUNGEN 24 25 MITTEILUNGEN werden und eine höhere Aufenthaltsqualität bieten. Der Bereich, in dem Autos parken, soll verkleinert werden. Im Gegenzug sollen ein Baum gepflanzt und großzügige Spiel- und Sitzbereiche geschaffen werden. Außerdem sollen endlich die Fahrradabstell-Bügel installiert werden, die bereits vor längerer Zeit mit Spendengeldern gekauft wurden. Dazu hat die Landschaftsarchitektin Sigrid Böttcher-Steeb ein Ge- staltungskonzept erarbeitet, das im Februar auf einer Gemeindeversammlung vorgestellt und im April vom Kirchenvorstand angenommen wurde. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 110.000 Euro. Erfreulicherweise hat die Landeskirche auch hier eine außerordentliche Zuweisung in Höhe von 90.000 Euro bewilligt; der Rest soll aus Haushaltsmitteln und Spenden – verteilt über mehrere Jahre – aufgebracht werden. Wann die Bauarbeiten beginnen können, steht noch nicht fest: Die denkmalschutzrechtliche Genehmigung liegt zwar vor, aber die Details der Bauausführung müssen noch geklärt werden. Friedenskirche: Kaffeeküche, Sakristei & Co. Nachdem in den letzten Jahren umfangreiche bautechnische Arbeiten durchgeführt wurden, stehen derzeit vergleichsweise überschau bare Maßnahmen in verschiedenen Innenräumen an. So soll die Kaffeeküche eine moderne Küchenzeile mit Spülbecken erhalten, damit das Kirchenkaffee leichter vor- und nachbereitet werden kann. Zwischen Kaffeeküche und Toilettenbereich soll eine Schiebetür eingebaut werden. Darüber hinaus sollen die Sandsteinstufen vor dem Altar, die Sakristei und das hintere WC saniert werden. Für diese Maßnahmen sind Kosten in Höhe von ca. 20.000 Euro veranschlagt. Ob und inwieweit sich die Landeskirche daran beteiligt, ist noch offen. Aktive gesucht Das war ein knapper Überblick über die wichtigsten Bauvorhaben, die momentan in den beiden Kirchen unserer Gemeinde anstehen. Zusätzlich besitzt die Gemeinde noch zwei Wohn- und Geschäftshäuser, bei denen ebenfalls ständig Bau- und Erhaltungsmaßnahmen erforderlich sind. Planungen müssen vorangetrieben werden, Kosten kalkuliert werden, Entscheidungen vorbereitet werden und Prioritäten gesetzt werden. All das macht viel Freude, aber kostet auch Zeit und Energie. Daher freut sich der Bauausschuss jederzeit über neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter!

■ Markus Leibenath
Vorsitzender des Bauausschusses

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