Sächsische entwicklungspolitische Bildungstage (SEBIT) und Rassismus-Workshop in „Frieden und Hoffnung“

In den nächsten Wochen geht es rund im digitalen Raum unserer Gemeinde: zusammen mit der SEBIT bietet „anders wachsen“ 3 Veranstaltungen an, die sich damit beschäftigen, wie unsere derzeitige Wirtschaftsform unser privates Leben prägt. Kommt online dazu und diskutiert mit uns und den Expert*innen:

Sorgearbeit - Die vergessene Seite der Ökonomie

Montag, 16. November, 19:00 Uhr

Zugang zur Veranstaltung:
www.app.bbbserver.de/de/join/19ff803f-d0c7-44d5-8c29-d4c447736bad

Wählen Sie sich bitte 15 Minuten vor Beginn des Vortrags ein - das ermöglicht genügend Zeit zur technischen Vorbereitung.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.​

Weitere Infos

Wird über Wirtschaft diskutiert, so kommt sie kaum oder gar nicht zur Sprache – die Sorgearbeit. Denn noch immer werden die damit verbundenen Tätigkeiten – auch als Care-Arbeit oder (klassisch) als Reproduktionsarbeit bezeichnet – meist als unbezahlte Arbeit in den Privatbereich der Hausarbeit verlagert und von Frauen ausgeführt.

Dabei stehen Arbeiten im Haushalt, insbesondere in der Betreuung von Kindern und alten Menschen komplementär zum Produktionsprozess – ja, sie bilden im Kern die Grundlage aller anderen Arten von Arbeit; und sie haben auch einen enormen Geldwert – bis zu einem Drittel des Sozialprodukts moderner Industriegesellschaften.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Auseinandersetzung mit der Sorgearbeit in feministischen Diskussionszusammenhängen einen großen Stellenwert einnimmt. Zugleich ist in diesem Zusammenhang auch zunehmend von einer „care-revolution“ die Rede, in der Care im Zentrum von Wirtschaft und Gesellschaft stehen soll. Damit hat sie eine wichtige Funktion bei der Transformation der Gesellschaft jenseits der herrschenden neoliberalen Marktlogik.

Auch praktische Erfahrungen - beispielsweise in Lateinamerika - spielen hier eine Rolle, wo insbesondere Frauen Formen einer gemeinschaftlichen Organisation des Reproduktionsprozesses (Stichwort: Gemeinschaftsküchen) im Kontext einer „solidarischen Ökonomie“ entwickeln.

Bildet daher die Auseinandersetzung mit der Care-Arbeit den Schlüssel auf der Suche nach dem „guten Leben“ für alle? Ist diese Auseinandersetzung gar ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer Postwachstumsgesellschaft? Zusammen mit unserer Referentin Charlotte Hitzfelder vom Konzeptwerk Neue Ökonomie wollen wir in unserer Veranstaltung u.a. diesen Fragen nachgehen.

Kooperationspartner: anders wachsen

Für Rückfragen steht Ihnen die Koordinationsstelle der SEBIT gerne zur Verfügung.
0351 / 43 83 78 72

Farbe bekennen. Workshop zu Rassismus

Samstag, 14. November, 10:00 - 17:00 Uhr

Samstag, 21. November, 10:00 - 13:00 Uhr

Zugang zur Veranstaltung:
www.facebook.com/events/

Für die Zoom-Zugangsdaten meldet euch bitte so schnell wie möglich per Mail bei Juliane Assmann:

Weitere Infos

Seit Juni ist nach den Ereignissen in den USA auch in Deutschland wieder die Diskussion um strukturellen Rassismus und Alltagsrassismus aufgebrandet. Aber wie weit bin ich denn wirklich selbst beteiligt, obwohl ich gar keine rassistischen Ausdrücke benutze?

Wir laden herzlich dazu ein, zusammen zu lernen, zu reflektieren und zu einer offeneren, rassismus-sensiblen Gemeinde zu werden!

Wa(h)re Körper - Groß rauskommen durch Social Media. Um jeden Preis?

Dienstag, 24. November, 19:00 Uhr

Zugang zur Veranstaltung:
us02web.zoom.us/meeting/register/tZIofu-prD8oG9dqqFUz4BbHWdjFbU_1Tb_W

Wählen Sie sich bitte 15 Minuten vor Beginn des Vortrags ein - das ermöglicht genügend Zeit zur technischen Vorbereitung.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.​

Weitere Infos

TikTok-Tänze, Snapchat-Filter und Instastories bieten fast unendliche Möglichkeiten, das Leben von Menschen auf der anderen Seite des Globus hautnah zu verfolgen und sind zugleich eine Plattform, um sich kreativ auszutoben, mehr über die eigene Identität herauszufinden und sich als Influencer*in zu vermarkten. Wie tief erlauben wir aber Sozialen Medien, in unser Denken einzudringen? Was macht es mit uns, wenn Face-Filter stets das „optimale“ Gesicht berechnen? Wenn wir von allen anderen nur die Schokoladenseiten des Lebens sehen, während wir die eigenen Höhen und Tiefen durchleben? Und seit wann müssen wir eigentlich bis in die Freizeit jeden Moment gesund, sinnvoll und durchgestylt gestalten? Verkaufen wir uns selbst? Und wer profitiert davon? Wir laden euch herzlich ein, mit uns zu diskutieren, die eigenen Kanäle durchzugehen und über die größeren Zusammenhänge von Sozialen Medien nachzudenken.

Der Workshop wird geleitet von Hannah Eichberg, Mitarbeiterin an der Universität Hamburg für Praktische Theologie, und Danielle Jackson von Afropa e.V. aus Dresden.

Kooperationspartner: anders wachsen

Für Rückfragen steht Ihnen die Koordinationsstelle der SEBIT gerne zur Verfügung.
0351 / 43 83 78 72

Caring Masculitinies? Männlichkeiten in der Transformation kapitalistischer Wachstumsgesellschaften

Mittwoch, 2. Dezember, 17:00 Uhr (Zeit kann sich noch auf 19 Uhr ändern, das gebe ich dann noch durch)

Zugang zur Veranstaltung:
app.bbbserver.de/de/join/e0402981-c768-4f51-87df-789abdf9c466

Wählen Sie sich bitte 15 Minuten vor Beginn des Vortrags ein - das ermöglicht genügend Zeit zur technischen Vorbereitung.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.​

Weitere Infos

Ein sich durch grenzenloses Wachstum stabilisierender Kapitalismus wird auch von traditionellen Männlichkeitsmustern in Gang gehalten. Während in einer globalisierten Ökonomie die natürlichen Grenzen des Wachstums immer deutlicher erkennbar werden, bleibt das kulturell vorherrschende Selbstverständnis von Männlichkeit starr mit einer imperialen Lebensweise von raumgreifender Expansion, schonungsloser Ausbeutung von Mensch und Natur sowie Dominanz und Ausgrenzung verknüpft. Die für den Fortbestand der Welt zentralen Aspekte der Lebenssorge werden als weibliche Aufgaben aus dem männlichen Denken und Handeln ausgeklammert und männlichem Expansionsstreben untergeordnet.Wie kam es historisch zu dieser verhängnisvollen Verbindung? Was sind demgegenüber fürsorgliche Männlichkeiten? Und welches transformative Potenzial könnten sie für eine demokratische Postwachstumsgesellschaft entfalten? Diese Fragen erörtern wir mit den Referent*innen Sylka Scholz und Andreas Heilmann.

Sylka Scholz ist Soziologin und Kulturwissenschaftlerin. Sie ist Professorin für Mikrosoziologie und Qualitative Methoden am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Im Kontext des DFG-Kollegs „Postwachstumsgesellschaften“ initiierte sie 2017 zusammen mit Andreas Heilmann eine transdisziplinäre Debatte zu fürsorglichen Männlichkeiten/Caring Masculinities.

Andreas Heilmann ist promovierter Sozialwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Geschlechtersoziologie. Er ist assoziiertes Mitglied des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist selbständig tätig als wissenschaftlicher Berater, Coach und Supervisor (www.praxis-heilmann.com).

Kooperationspartner: anders wachsen

Für Rückfragen steht Ihnen die Koordinationsstelle der SEBIT gerne zur Verfügung.
0351 / 43 83 78 72

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