Gabplatte mit Blumen

Wie liegt die Stadt so wüst, …

Aktuelles von den Annenfriedhöfen

„…die voll Volks war.“, so beginnt eine Trauermotette des Kreuzkantors Rudolf Mauersberger, die auf Basis der Klagelieder Jeremias und der eigenen Eindrücke der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg geschaffen wurde. Der Text findet sich auch auf dem Alten Annenfriedhof auf der Stele der Kriegsgrabanlage. Er ist Zeugnis der unvorstellbaren Verzweiflung im Angesicht der Schrecken des Krieges. Auch auf dem Neuen Annenfriedhof gibt es eine Kriegsgrabanlage, in der allein fast 700 Tote ruhen. Im Tode gleich sind hier Familien aus der Umgebung beigesetzt, aber auch italienische und deutsche Soldaten, polnische und tschechische Zwangsarbeiter, sowie Flüchtlinge aus Schlesien und Ostpreußen. Einmal im Jahr, zum Jahrestag der Luftangriffe auf Löbtau und Umgebung am 17.04., laden wir zu einer Gedenkveranstaltung ein.

Kriegstote haben staatlich ewiges Ruherecht in den Kriegsgrabanlagen, um nachfolgende Generationen der Schrecken des Krieges zu mahnen. Einige Jahrzehnte nach dem Krieg steht die Gedenkkultur oft in Kritik. Für die einen ist die Nazizeit ein „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte und des Erinnerns nicht wert, andere sorgen sich um Instrumentalisierung des Gedenkens für den von vielen Nationalisten betriebenen „Opferkult“.
Wir halten es gerade deshalb für wichtig, dass das Thema nicht unter den Tisch gekehrt wird und den Schrecken des Zweiten Weltkriegs weiterhin in der Sache angemessener Art und Weise gedacht wird.

Herzlich laden wir Sie ein dies am 17.04. um 18:00 Uhr mit uns gemeinsam zu tun.
Nähere Informationen in Bälde auf www.annenfriedhof-dresden.de und auf der Facebookseite der Annenfriedhöfe.

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